Wien - Regierung und Sozialpartner haben ihren Runden Tisch zur Pensionsharmonisierung am Montagvormittag nach nicht ganz zweieinhalb Stunden vertagt. Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (V) und Sozialstaatssekretärin Ursula Haubner (F) zeigten sich im Anschluss durchaus optimistisch, die Eckpunkte des einheitlichen Pensionsrechts noch vor dem Sommer außer Streit stellen zu können. Laut Haubner müssen vor der nächsten Verhandlungsrunde aber weitere Berechnungen angestellt werden, vor allem die Ersatzzeiten (zum Beispiel für Kindererziehung, Präsenz- und Zivildienst) und die Aufwertung älterer Beitragsleistungen betreffend.

Laut Haubner wurden bisher aber auch einige Eckpunkte außer Streit gestellt. Unter anderem, dass jede Einzahlung auf das geplante Pensionskonto als Beitragszeit gewertet werden soll und dass das harmonisierte Pensionsrecht (also das Pensionskonto) für alle unter 55-Jährigen gelten soll. Für bisher erworbene Pensionsansprüche nach dem jeweiligen alten System werde eine Parallelrechnung ins Auge gefasst, so Haubner. "Wenn wir uns in den nächsten 14 Tagen einigen können, können wir den Zeitplan einhalten", meinte die Staatssekretärin optimistisch.

Auch Leitl sieht "bei gutem Willen" die Möglichkeit, sich noch vor dem Sommer auf die Eckpunkte der Harmonisierung zu einigen. Es habe am Montag konstruktive Gespräche gegeben auch wenn man noch "ein gutes Stück voneinander entfernt" sei.

Wann es die nächste Gesprächsrunde gibt, ist nach Angaben von Sitzungsteilnehmern noch offen. (APA)