Sydney - Ein ehemaliges irakisches Kampfflugzeug erhält möglicherweise einen neuen Nutzen als Tauch-Attraktion: Australische Tourismusveranstalter wollen eine Maschine vom Typ MiG in einer künstlichen Tauchlandschaft vor Bundaberg an der Küste des Bundestaates Queensland versenken, wie die Behörden am Montag mitteilten.

Der zuständige Verein habe Verteidigungsminister Robert Hill gebeten, eine der 50 MiGs zu spenden, die australische Spezialeinheiten während des Irak-Kriegs in einer Wüste im Westen des Landes aufgespürt hatten. Der Verein wünschte sich von Hill zudem ein eingemottetes australisches U-Boot, wie der Sprecher Alan Cochrane der Zeitung "Bundaberg News-Mail" sagte. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, Hill werde die Anfrage prüfen.

Das künstliche Tauch-Riff vor Bundaberg wurde 1987 gebaut. Es gehört zum Great Barrier Reef, einem der größten Tauchparadiese der Welt. Die Behörden von Bundaberg hoffen, dass die neuen Attraktionen 6.000 zusätzliche Taucher pro Jahr anlocken.(APA)