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Foto: APA/dpa/dpaweb/Frank May
München - Die Weltwirtschaft erholt sich weiter von ihrer mehrjährigen Flaute: Der ifo-Index für das Weltwirtschaftsklima lag im April bei 110,1 Punkten und hat sich damit auf hohem Niveau stabilisiert, wie das Institut am Montag mitteilte. "Der weltweite Aufschwung hält nach wie vor an", sagte ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Der April-Wert lag deutlich über dem Vorjahreswert von 83,2 Punkten. Gegenüber der Jänner-Befragung hat sich das Klima allerdings leicht abgekühlt: Damals hatte der Index 111,0 Punkte erreicht, den höchsten Wert seit dem Boomjahr 2000.

Skepsis unter Experten

Bei der jüngsten Befragung zeigten sich die Experten skeptischer als im Jänner hinsichtlich der Aussichten für die nächsten sechs Monate. Die wirtschaftliche Lage schätzten sie dagegen noch besser ein. "Insgesamt belegen die neuen Umfrageergebnisse, dass sich die Weltwirtschaft derzeit in einer deutlich günstigeren Verfassung befindet als noch vor einem Jahr", sagte Sinn.

Verhaltener Aufschwung in Westeuropa

Die Entwicklung ist allerdings je nach Region sehr unterschiedlich: Während der Klimaindikator in Asien weiter zulegte, sahen die Westeuropa-Experten einen nur verhaltenen Aufschwung. In den USA wurde die konjunkturelle Entwicklung als stabil eingeschätzt. Zugleich erwarteten die Umfrageteilnehmer eine weitere Stabilisierung des US-Dollars. "Die Wachstumskräfte verstärken sich in Asien und bleiben in den USA robust", sagte Sinn. "Europa läuft der Entwicklung erstaunlich weit hinterher, kann aber nun ebenfalls einen verhaltenen Aufschwung erwarten."

An der vierteljährlichen Befragung des ifo-Instituts nahmen im April 1.204 Experten aus 91 Ländern teil. (APA/AP)