Linz - Der oberösterreichische ÖVP-Bauernbund macht mobil gegen Billa. Der Obmann und Landwirtschaftskammerpräsident Hannes Herndl forderte in einer Presseaussendung am Montag die Konsumenten auf, bei Billa bewusst Neuburger Lebenkäse zu verlangen. Die Handelskette verkauft ihn nicht mehr, weil sie eine Preiserhöhung verweigert.

Herndl unterstützt Neuburger. Das Unternehmen sei ein verlässlicher Partner der heimischen Landwirtschaft und produziere hochwertige Qualität, die nicht verschleudert werden dürfe. Oftmals sei es so, dass die Verarbeiter unter dem Druck des Handels einknicken und dann den Preisdruck an die Landwirtschaft abwälzen würden.

Diese Spirale der Wertvernichtung müsse durchbrochen werden, argumentierte der Bauernvertreter. Billa tue sich seit Jahren beim Erzwingen von so genannten "Rabatten" von Verarbeitern ganz besonders hervor.

Neuburger mit Sitz in Ulrichsberg (Bez. Rohrbach) im Mühlviertel in Oberösterreich muss Mitarbeiter abbauen, weil "Neuburger"-Leberkäse bei Billa nicht mehr gelistet ist. Die Handelskette soll nicht bereit gewesen sein, eine Preiserhöhung von drei bis sechs Prozent zu schlucken.

Diese war als konzertierte Aktion der Fleischarbeiter gedacht, bei der die Kosten des Road Pricings und höhere Schlachtabfallkosten zumindest teilweise weitergegeben werden sollten. (APA)