Berlin - Die österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin Elfriede Jelinek (57) ist am Montag in Berlin mit dem diesjährigen Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet worden. In ihrem Stück "Jackie" zeichne Jelinek mit einem sparsamen Monolog der US-Präsidentengattin Jacqueline Kennedy das eindringliche Bild einer Person der Zeitgeschichte, sagte der Juryvorsitzende Jörg Drews. "Hören ist Denken", so Jelinek in ihrer Dankesrede. Bilder würden die Menschen zwingen, sich anzupassen, das Hören schaffe dagegen private Freiräume, fern von Konsum und gesellschaftlichen Normierungen. Die Produktion des Bayerischen Rundfunks mit der Schauspielerin Marion Breckwoldt war unter 20 Einsendungen der öffentlich-rechtlichen Anstalten ausgesucht worden. (dpa, APA / DER STANDARD, Printausgabe, 8.6.2004)