Ramallah - Der palästinensische Präsident Yasser Arafat hat ägyptischen Forderungen nach einer Reform seiner Sicherheitskräfte zugestimmt. Die Regierung von Präsident Hosni Mubarak hatte dies zur Voraussetzung für eine Unterstützung der Palästinenser nach einem Abzug der Israelis aus dem Gaza-Streifen gemacht. "Arafat akzeptierte die ägyptischen Ideen für Sicherheitsreformen, um eine Konfrontation mit Ägypten zu vermeiden", sagte ein Palästinenser-Sprecher am Montag.

Jetzt könne Ägypten mit den Planungen zur Ausbildung palästinensischer Sicherheitskräfte beginnen und Sicherheitsexperten in die Palästinenser-Gebiete entsenden. Wie weit Arafat zu Reformen bereit ist, blieb zunächst offen.

Ägypten hat angeboten, den Palästinensern dabei zu helfen, das Sicherheitsvakuum nach einem israelischen Abzug zu füllen. Mubarak hat jedoch zur Bedingung gemacht, zuvor die Korruption unter den palästinensischen Sicherheitskräften auszurotten. Außerdem sollen die mehr als ein Dutzend Einzeldienste in drei zusammengefasst und dem palästinensischen Innenminister unterstellt werden. Arafat hat sich bislang gesträubt, solche Forderungen zu erfüllen. (APA/Reuters)