Einkaufsbummel und Fernsehereignisse wie die bevorstehende Fußball-EM sind für die meisten Deutschen in ihrer Freizeit weniger wichtig als Freunde und Familie. Nur 38 Prozent der Befragten einer Umfrage des Zukunftsinstituts in Kelkheim (Hessen) gaben an, Freizeit bedeute für sie vor allem "lustvolles Konsumieren", beispielsweise beim Einkaufen, Fernsehen oder Besuchen von Restaurants oder Beisln.

90 Prozent wollen ihre Freizeit vor allem mit ihrer Familie oder Freunden erleben, berichtete das Institut von Trendforscher Matthias Horx am Dienstag. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid hatte im April rund 1.000 Menschen befragt, die mehrere Angaben machen konnten.

Ihre Freizeit mit Vorliebe vor dem Fernseher verbringen mehr Männer (30 Prozent) als Frauen (22 Prozent) und etwas mehr Ost- als Westdeutsche (28 und 25 Prozent). Höher im Kurs als Konsumieren und Fernsehen steht bei den Menschen in Deutschland auch Abschalten vom Alltag (85 Prozent) und Wellness (74 Prozent). Für 91 Prozent ist Freizeit gleichbedeutend damit, frei über die eigene Zeit verfügen zu können. Die Freizeitstudie des Zukunftsinstituts erscheint am 22. Juni. (APA/dpa)