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Die gleichzeitig mit den EU-Wahlen stattfindenden Regionalwahlen könnten die Koalition von Premier Verhofstadts gefährden.

Foto: EPA/HERWIG VERGULT
Brüssel - In Belgien sind am Sonntag (8.00 Uhr) rund acht Millionen Wahlberechtigte neben der Europawahl auch zur Regionalwahl aufgerufen. Nach letzten Umfragen muss die liberale Partei VLD von Ministerpräsident Guy Verhofstadt mit Stimmenverlusten rechnen. Mit Spannung erwartet wird das Abschneiden des rechtsextremen Vlaams Bloks, der in Flandern zur zweitstärksten Kraft werden könnte. Die Rechtsextremen können mit 22,6 Prozent der Stimmen rechnen, nahezu gleichauf mit der sozialdemokratischen SPA mit 22,7 Prozent. Das Abschneiden von Verhofstadts VDL hat auch deshalb Bedeutung, weil der belgische Ministerpräsident als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Kommissionspräsidenten gilt. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen über die Personalie auf ihrem Gipfel am Donnerstag entscheiden. In der französischsprachigen Wallonie wird der sozialdemokratischen Partei PS mit 39 Prozent der Wahlsieg prognostiziert. In der Region Brüssel liegen die Liberalen MR mit 28 Prozent vor den Sozialdemokraten PS mit 26 Prozent. Die Wahllokale sind bis 13.00 Uhr geöffnet. (APA/AP)