Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) hat wenig Freude mit den Plänen des ORF, das Programm von ORF 2 auf dem Kanal 34 schon eine Woche vor dem Start des Wiener Stadtsenders Puls TV zu beenden, da "Wien heute" weiterhin auf dieser Frequenz läuft. "Das ist aus meiner Sicht nicht gegessen", sagte Häupl im Anschluss an seine Dienstag-Pressekonferenz. Denn auch der ORF müsse ein Interesse daran haben, dass die Sendung des Landesstudios auch in Zukunft gesehen werde.

Hinweise

Er erwarte sich darum nicht den "Anachronismus eines Testbildes", sondern Hinweise darüber, etwa mittels Trailer, wie man sowohl ORF 2 und "Wien heute" sehen könne. Es werde dazu noch Gespräche mit ORF-Generaldirektorin Monika Lindner geben, kündigte Häupl an. Ein Treffen, wenn auch aus anderem Anlass, gab es bereits heute: Lindner war zu Beginn der Bürgermeister-Pressekonferenz Gast. Sie präsentierte gemeinsam mit Häupl das Programm für die "Lange Nacht der Musik" am 19. Juni.

Der Wiener Vertreter werde jedenfalls auch im ORF-Stiftungsrat diese Ansicht vertreten, sagte Häupl: "Denn unser Interesse ist, dass wir unser Landesstudio sehen können und nicht das niederösterreichische, bei aller Wertschätzung."

Herzlich willkommen

Puls TV sei ihm herzlich willkommen, betonte der Bürgermeister. Es werde zu dem Sender gute Geschäftsbeziehungen geben, zeigte sich Häupl zuversichtlich - ohne dass dabei der "Homecarrier" ORF-Wien vernachlässigt werde.

Der private Stadtsender wird ab 21. Juni auf Kanal 34 senden. Der ORF erhält für sein Bundesland-Magazin Sendezeit zwischen 19.00 und 19.25 Uhr. (APA)