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Foto: reuters/MARCELO DEL POZO
London - Der US-Mediziner Michael Holick hat die Diskussion die gesundheitlichen Auswirkungen des Sonnenbades weiter angeheizt. Er argumentiert, dass die allgegenwärtigen Warnungen von den schädlichen Auswirkungen dazu führen können, dass es zu einem gefährlichen Mangel an Vitamin D kommt. Dieser Mangel ist laut Holick jährlich für Tausende Todesfälle verantwortlich. Seine umstrittenen Argumente haben den Mediziner seinen Posten als Dermatologen an der Boston University School of Medicine gekostet. Holick erklärte, dass er für einen vernünftigen Umgang mit der Sonne plädiere. Er gehe von nicht mehr als drei bis fünf Minuten Sonnenbestrahlung auf den Händen, dem Gesicht und den Armen zwei bis drei Mal in der Woche aus. "Die Menschen realisieren nicht, dass 90 bis 95 Prozent unseres Bedarfes an Vitamin D durch die Bestrahlung mit Sonnenlicht gewonnen werden. Wenn man immer einen Sonnenschutz verwendet und es nie zu einem direkten Kontakt mit der Sonne kommt, führt das zu einem Vitamin-D-Mangel und einem hohen Risiko für eine Reihe von ernsten chronischen Erkrankungen." (pte)