Wien - Die von ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis zitierte drohende Ergebnislücke der Post AG von 260 Mio. Euro bis 2007 sei ebenso korrekt wie die Mittelfristplanung der Post, die bis 2007 kumuliert von 345 Mio. Euro Betriebsgewinn ausgeht. Die Zahlen seien "von der Tendenz her beide richtig". Die Gewerkschaft habe die Aussagen von Michaelis falsch interpretiert, erklärte ein Sprecher der ÖIAG am Dienstag in Reaktion auf die Belegschaftsvertretung, die Michaelis "kreditschädigendes Verhalten" vorgeworfen hatte.

"Niemals von Verlust gesprochen"

Michaelis habe niemals von einem Verlust für die Post gesprochen. Die 260 Mio. Euro seien lediglich eine "Risikopotenzialabschätzung". Die Mittelfristplanung beruhe umgekehrt auf einer "Schätzung, die massive Veränderungen im Unternehmen voraussetzt, die erst im Herbst beraten werden", so der Sprecher.

In welcher Bandbreite angesichts dessen das Betriebsergebnis der Post in den nächsten Jahren nun tatsächlich liegen werde, wollte der ÖIAG-Sprecher am Dienstag nicht kommentieren. Die Interpretation der Angaben sei Sache der Post AG, von der die Daten auch stammten. Diese wiederum wollte vorerst keine Stellungnahme abgeben. (APA)