Harare - Nach der Enteignung weißer Farmer erwägt Simbabwes Regierung als nächsten Schritt die Nationalisierung allen privaten Landbesitzes in dem afrikanischen Krisenland. "Letztlich wird alles Land staatliches Land sein und privates Land wird es dann nicht mehr geben", zitierte die staatlich kontrollierte Zeitung "The Herald" am Dienstag den Minister für besondere Aufgaben, John Nkomo. Die Regierung habe keine Zeit mehr, sich mit Besitzurkunden aufzuhalten. Stattdessen solle künftig Land nur noch auf Erbpacht für 99 Jahre vergeben werden. Die Regierung von Präsident Robert Mugabe hatte im Jahr 2000 im Rahmen einer chaotisch verlaufenen Landreform damit begonnen, weiße Farmer zu vertreiben. Seitdem erlebt das einstige Vorzeigeland die tiefste Krise seit seiner Unabhängigkeit 1980. (APA/dpa)