Stockholm - So wie der ÖFB feiert auch der Svenska Fotboll Foerbundet (SFF) heuer sein 100-jähriges Bestehen, eine EM-Teilnahme macht sich da besser. In der Quali verloren die Schweden erst, nachdem sie sich den Endrundenplatz gesichert hatten, und das 0:1 daheim gegen Lettland war die erste Niederlage in einer Ausscheidung seit 1997, seit dem 0:1 gegen Österreich.

Zum dritten Mal nach der EM 2000 und der WM 2002 werden Schwedens Kicker von einem Duo dirigiert, Tommy Söderberg ist für Coaching und Motivation zuständig, Lars Lagerbäck für die Taktik und also der Chef. Lagerbäck zur Vorrunde: "Wir brauchen drei gute Tage, um den Aufstieg zu schaffen."

Stehaufmanderl Henrik Larsson (32/73 Länderspiele, 23 Tore), der seine Teamkarriere vor zwei Jahren beendet hatte, ist wieder dabei. In der Quali war der Stürmer, der bei Celtic Glasgow arbeitet, eingesprungen. Dann wollte er nicht mehr, auf ein diesbezügliches schriftliches Ansuchen des schwedischen UEFA-Präsidenten Lennart Johansson reagierte er so: "Nett, wenn man vom mächtigsten Mann im europäischen Fußball einen Brief bekommt. Aber das ändert an meiner Entscheidung nichts." Das war im April, dann änderte sich doch was.

Topstar: Fredrik Ljungberg (27). Den Durchbruch im Team schaffte er gegen England am 5. September 1998 in Stockholm (2:1). Vier Tage später stand er bei Arsenal unter Vertrag. Als er aus Halmstad in die Premier League wechselte und erstmals in Highbury auflief, schoss er gegen ManU nach vier Minuten und 42 Sekunden sein erstes Tor. (sid, bez/DER STANDARD, Printausgabe, 9.6.2004)