London - Die britische Militärpolizei untersucht weitaus mehr Vorwürfe gegen die im Irak stationierten Truppen als bisher bekannt. Insgesamt würden 75 Beschwerden geprüft, teilte das Verteidigungsministerium in London am Dienstag mit. Anfang Mai hatte der für die Streitkräfte zuständige Staatssekretär Adam Ingram vor dem Parlament von 33 Fällen berichtet. Damals sei jedoch neuen Informationen zufolge bereits 61 Beschwerden nachgegangen worden. Seither seien 14 weitere Ermittlungsverfahren hinzugekommen, schrieb Ingram in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage. Britischen Soldaten werden unter anderem die Misshandlung von Gefangenen, Schießereien sowie der Tod von Zivilisten durch Verkehrsunfälle angelastet. (APA)