Tirana - Die albanische Polizei hat in der Hauptstadt Tirana drei Kosovo-Albaner festgenommen, die wegen mehrerer tödlicher Anschläge und Morde in der südserbischen Provinz Kosovo gesucht waren. Ein 24-Jähriger wird beschuldigt, im Februar 2001 bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Bus elf Serben getötet und 40 weitere verletzt zu haben.

Die beiden anderen Festgenommenen im Alter von 21 und 36 wurden von der UN-Administration wegen mehrerer Mordanschläge und Entführungen im Kosovo gesucht, gab die Polizei in Tirana am Mittwoch bekannt.

Spekulationen über El-Kaida-Verbindungen

Medienspekulationen, wonach die drei Albaner der Terrorgruppe Abu Kabir, einer Unterorganisation von im Kosovo, angehörten, wollte der Polizeisprecher nicht kommentieren, da die Ermittlungen noch im Gange sind. Singh bestätigte, dass zwei mutmaßliche Mörder eines 17-jährigen Serben, der am vergangenen Wochenende in der Serbenenklave Gracanica östlich von Pristina aus einem vorbeifahrenden Wagen erschossen wurde, ebenfalls in Untersuchungshaft sind.

260 Festnahmen seit März-Unruhen

Seit der Gewaltwelle Mitte März sind im Kosovo 260 Personen wegen Teilnahme an Ausschreitungen festgenommen worden, teilte in Pristina der Sprecher der UNO-Polizei, Niradj Singh, mit. (APA/dpa/Red)