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Die Verstimmungen wegen des Irak-Krieges zwischen Bush (rechts im Bild) und Schröder seien beseitigt, war am Rande des G-8-Gipfels zu hören.

Foto: REUTERS/Kevin Lamarque
Sea Island - Das Gespräch des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder mit US-Präsident George W. Bush beim G8-Gipfel hat aus Sicht der USA endgültig einen Schlusspunkt unter die Verstimmungen wegen des Irak-Krieges gesetzt. Die Zusammenkunft der beiden Staatsmänner sei "das herzlichste Treffen" seit mehr als einem Jahr gewesen, sagte ein hochrangiger US-Vertreter am Dienstag (Ortszeit) auf Sea Island. Bush und Schröder hatten sich am Nachmittag in einem Ferienhaus auf der Insel im US-Bundesstaat Georgia aufgeräumt und hemdsärmelig den Kameras präsentiert. Schröder fuhr zu dem Treffen mit einem Elektroauto, das er selbst lenkte. Hauptthema des Gesprächs war nach US-Angaben der Irak. Der US-Präsident habe Schröder für die "starke Rolle" im UN-Sicherheitsrat gedankt, wodurch letztlich die neue Irak-Resolution ermöglicht worden sei, sagte der US-Vertreter. Darüber hinaus sei die Frage erörtert worden, welche Rolle die NATO in dem Land künftig spielen könne. Um eine Entsendung von Truppen sei es dabei allerdings nicht gegangen. US-Präsident George W. Bush verstehe die Haltung der deutschen Regierung, "dass deutsche Truppen nicht in den Irak gehen werden", hieß es. Allerdings hätten beide Seiten die Möglichkeit diskutiert, dass sich Deutschland bei der Ausbildung von Sicherheitskräften stärker engagieren könne. Weitere Themen seien der Kampf gegen den Terrorismus sowie die Ölpreise gewesen. (APA)