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Der Forschungsreaktor FRM II der Technischen Universität München in Garching

Foto: APA/ Frank Mächler

Garching - Der atomare Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München wird heute offiziell eröffnet.

Der neue Atom-Forschungsreaktor FRM-II in Garching bei München ist umstritten wie kaum ein anderes Großprojekt. Grund ist vor allem die Verwendung von atomwaffenfähigem hochangereicherten Uran als Brennstoff. Nach einer Vereinbarung zwischen Bayern und dem Bund soll der Reaktor aber bis spätestens 2010 auf niedriger angereichertes, nicht atomwaffentaugliches Uran umgerüstet werden.

Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hält die Festrede. Die bayerische Staatsregierung sieht das Projekt als Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Deutschland und "Leuchtturm der Innovation".

Hochleistungsquelle für Neutronen

Gegner haben zu einer Protestveranstaltung aufgerufen. Sie sehen ein zu hohes Sicherheitsrisiko. Der Reaktor soll der Forschung als Hochleistungsquelle für Neutronen dienen. Die Neutronen sind unter anderem für die Materialforschung wichtig. In der Medizin können bestimmte Tumore mit Neutronenbestrahlung behandelt werden.

Die Reaktorplaner betonen, der FRM-II mit nur 20 Megawatt thermischer Leistung dürfe nicht mit Atomkraftwerken verglichen werden, die es bei hohem Druck und großer Hitze auf 4.000 Megawatt brächten.(APA)