Graz - Absolventen von Studiengänge der steirischen FH Joanneum stehen bei österreichischen Personalmanagern hoch im Kurs. Das ergab eine Umfrage des österreichischen "Industriemagazin" unter bundesweit 500 Personalchefs der größten produzierenden Betriebe Österreichs und weiteren 40 Personalberatern und -experten. Insgesamt sechs Studiengänge der FH Joanneum kamen dabei auf die ersten zehn Plätze der Umfrage. Platz 1 ging an den Grazer Studiengang "Fahrzeugtechnik".

Abgefragt wurden persönliche oder mittelbare Erfahrungen der Manager mit Absolventen bzw. andere persönliche Erfahrungen mit jenen 52 österreichischen FH-Studiengängen, die bereits Absolventen haben. Der Grazer FH-Studiengang "Fahrzeugtechnik" bekam die besten Werte, gefolgt von "Medientechnik und -design" der FH Hagenberg und "Automatisierungstechnik" vom Campus 02 in Graz.

Weitere Erfolgs-Studiengänge

"Neben dem ersten Platz gingen auch die Plätze vier, sieben, acht, neun und zehn an Studiengänge der FH Joanneum", hieß es am Mittwoch von Seiten der Pressestelle der FH Joanneum. Auf diesen Plätzen rangieren "Schienenfahrzeugtechnik" (Graz), "Informationsmanagement" (Graz), "Infrastrukturwirtschaft" (Kapfenberg), "Industriewirtschaft" (Kapfenberg) und "Bauplanung und Baumanagement" (Graz). Die Bewertungen innerhalb einer "1 bis 5"-Notenskala liegen bei 1,40 bis 1,81. Bis auf ganz wenige Ausnahmen bewegten sich sämtliche Bewertungen der Personalentscheider im Bereich "sehr gut" bis "befriedigend".

Am bekanntesten ist den 206 Managern, die den Fragenbogen auch beantworteten, übrigens der Lehrgang "Wirtschaftsberatende Berufe" der FH Wiener Neustadt. Er ist mit 865 Studenten Österreichs größter Lehrgang und einer der ältesten.

Freudige Reaktion

"Wir freuen uns natürlich über das hervorragende Abschneiden unserer Studiengänge", so FH-Geschäftsführerin Anna Koubek. Das Image einer Ausbildungsinstitution unter Personalmanagern stelle ein Indiz für die Güte der Ausbildung dar. Auf den Lorbeeren will sie sich jetzt aber nicht ausruhen:

"Man muss auch andere Evaluierungsschienen des Fachhochschulwesens berücksichtigen, etwa die institutionelle Evaluierung des Fachhochschulrates, in deren Rahmen die Studiengänge auch auf Stärken und Schwächen hinterfragt werden. Nur so kann man die Qualität auch sichern", so Koubek. "Der Erfolg gehört unseren Mitarbeitern, deren Arbeit bewirkt, dass die Qualität unseres Angebotes auch von außen wahrgenommen wird," so Geschäftsführer Markus Tomaschitz. (APA)