Amman - Die Anwälte des inhaftierten irakischen Ex-Präsidenten Saddam Hussein haben den USA vorgeworfen, ihnen den Zugang zu ihrem Mandanten zu verwehren. Die Anwälte veröffentlichten am Mittwoch in der jordanischen Hauptstadt Amman ein Schreiben, in dem sie die US-Behörden auffordern, ihnen einen Termin für ein Treffen mit Saddam Hussein zu nennen. Sollte dieser Forderung nicht binnen drei Wochen nachgekommen werden, drohten die Anwälte damit, rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen US-Vertreter einzuleiten.

Die von Saddam Husseins Frau und seinen drei Töchtern beauftragte Gruppe von 20 Anwälten, unter ihnen der US-Jurist Curtis Francis Doebbler, richtete auch ein Schreiben an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Darin baten die Anwälte um Unterstützung sowie um einen Bericht über den Gesundheitszustand Saddam Husseins seit seiner Festnahme am 13. Dezember 2003 im Norden des Irak.

Der frühere Machthaber soll vor ein irakisches Strafgericht gestellt werden. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest. Die USA haben Saddam Hussein den Status eines Kriegsgefangenen zugebilligt, der ihn unter den Schutz der Genfer Konvention stellt. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, Briefe zu schreiben oder Besuche von IKRK-Vertretern zu empfangen. (APA)