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Die frühere Schauspielerin Brigitte Bardot im Gerichtsgebäude.

Foto: APA/EPA/ERIC HADJ
Paris - Brigitte Bardot ist wegen Aufstachelung zum Rassenhass zu einer Geldstrafe von 5.000 Euro verurteilt worden. Diese Entscheidung gab ein Pariser Strafgericht am Donnerstag bekannt. Die frühere Filmdiva war von Menschenrechtlern wegen rassistischer Aussagen in ihrem Buch "Un cri dans le silence" ("Ein Schrei in der Stille") angezeigt worden. Vor Gericht entschuldigte sich die Ex-Schauspielerin.

In ihrem Buch empört sich Bardot über Flüchtlinge, die "unsere Kirchen schänden und stürmen, um sie in menschliche Schweineställe zu verwandeln, hinter den Altar scheißen" und warnt vor einer "Islamisierung" Frankreichs. Die Bewegung gegen Rassismus und für Völkerfreundschaft MRAP bezeichnete den Bestseller als "Lawine aus Schmutz und Hass" und erstattete Anzeige.

In der Verhandlung sagte die 69-Jährige am Donnerstag, sie wolle in ihren Leben nur Gutes tun, was ihr nicht immer gelinge. Sie sei weder hasserfüllt noch böse. "Wenn ich jemanden verletzt habe, tut es mir leid." Beim Plädoyer des MRAP-Anwalts war Bardot den Tränen nahe.

Ihr Verlag Editions du Rocher hat vom "Schrei in der Stille" mehr als 275.000 Exemplare verkauft. Das Buch war seinen Angaben zufolge das erfolgreichste französische Buch des letzten Jahres. (APA)