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Fabio Cannavaro: "Wir sind nicht einverstanden mit dem, was wir gelesen haben..."

Foto: AP Photo/Domenico Stinellis
Lissabon - Italiens Kapitän Fabio Cannavaro hat Berichte über Unruhe in Italiens Fußball-Nationalmannschaft zurückgewiesen. "Wir sind nicht einverstanden mit dem, was wir gelesen haben. Es mangelt dabei an Respekt. Wir stehen immer zur Verfügung, aber man darf uns die Worte nicht im Mund umdrehen", sagte Cannavaro am Donnerstag im Namen der gesamten Mannschaft, die am Montag gegen Dänemark ihr erstes Spiel bei der EM-Endrunde in Portugal bestreitet. "Die Mannschaft ist eine Einheit", betonte Cannavaro.

Auslöser für Cannavaros Kritik gegenüber den italienischen Medien war ein Interview mit Alessandro del Piero in der Turiner Zeitung "Tuttosport", in dem der Offensivspieler von Rekordmeister Juventus mit kritischen Äußerungen über Nationaltrainer Giovanni Trapattoni zitiert worden war. Del Piero war am Mittwoch im italienischen Trainingsquartier auf Mittelfeldkonkurrent Francesco Totti angesprochen worden und hatte offiziell erklärt, dass Totti mehr im Rampenlicht stehen werde. Damit habe er jedoch kein Problem. "Ich trage nicht die Verantwortung, die Mannschaft anzutreiben. Das kann mir helfen, dieses Abenteuer besser zu überstehen", erklärte Del Piero. In dem Interview hatte er Trapattoni indes vorgeworfen, den AS Roma-Star zu bevorzugen.

Trapattoni hatte bereits am Mittwoch erklärt, die Mannschaft ziehe an einem Strang. "Ich bin sehr an Harmonie interessiert. Es würde mir Sorgen machen, wenn Spieler gleich aufgeben würden, weil sie nicht spielen. Wer auch immer bestimmte Meinungen äußert, sollte Respekt zeigen, besonders seinen Teamkollegen gegenüber", sagte Trapattoni. Er hatte damit auf das Unverständnis von Gennaro Gattuso wegen dessen voraussichtlicher Reservistenrolle reagiert. (APA/dpa)