Zürich - Im Kampf um die Realisierung eines Stadions auf dem Hardturm haben die Credit Suisse und die Stadt Zürich einen Teilerfolg erzielt. Der Zürcher Baujurist Robert Wolfer ist mit seinem Rekurs am Verwaltungsgericht mehrheitlich gescheitert. Streitpunkt war die wegen des Schattenwurfs umstrittene Höhe des Stadions. Zürich ist als einer der Standorte für die gemeinsame Fußball-EM 2008 von Österreich und der Schweiz geplant.

Wolfer hatte gefordert, dass das so genannte Vergleichsprojekt lediglich 19 Meter hoch sein dürfe, wie er am Donnerstag vor den Medien erklärte. Bei Hochbauten muss zur Schattenberechnung ein solches Projekt als Vergleichswert skizziert werden. Das Verwaltungsgericht hat dieser Forderung nicht stattgegeben. Allerdings muss die Bauherrin ihre Bemessungen etwas nachbessern. Die Bauherrschaft muss nun die Höhe dem jeweiligen Terrain anpassen.

Unter Zeitdruck

Die Investorin des Stadion-Projekts, die Credit Suisse, reagierte mit "Genugtuung" auf den Gerichtsentscheid, wie Sprecher Mathias Friedli sagte. Trotzdem ist die Devise für die CS klar: Damit das Stadion rechtzeitig für die EM fertig wird, müssten alle Rekurse bis Mitte Juni zurückgezogen werden.

Über die Rekurse der Anrainer, die ebenfalls gegen den Schattenwurf vorgegangen sind, hat das Verwaltungsgericht noch nicht entschieden. Weil ihre Beschwerde mit Einwänden gegen den Verkehr gekoppelt ist, wird dies noch einige Zeit dauern. Die Anrainer können noch vor das Bundesgericht gehen.

Als mögliche Alternative für das Hardturm-Projekt wurde indes ein Neubau des Letzigrunds ins Spiel gebracht. (APA/SIZ)