New York - Trotz Anerkennung für die Leistungen der Übergangsregierung in Liberia hat der UNO-Sicherheitsrat eine Aufhebung der UNO-Sanktionen gegen das westafrikanische Land abgelehnt. Zehn Monate nach dem Rücktritt des ehemaligen Präsidenten Charles Taylor, der einen langjährigen Bürgerkrieg beendete, sei der Frieden in Liberia noch immer zerbrechlich, erklärte der Sicherheitsrat am Donnerstagabend in New York. Das Ausfuhrverbot für Holz und Diamanten, die wichtigsten Exportgüter des Landes, könne daher noch nicht aufgehoben werden. Bericht Der Chef der liberianischen Übergangsregierung, Gyude Bryant, hatte um eine Beendigung der Sanktionen gebeten. Die Regierung benötige dringend Exporteinnahmen, um den Frieden zu wahren, argumentierte er. Die UNO-Friedenstruppen in Liberia müssten nach Angaben von UNO-Generalsekretär Kofi Annan bald ihre volle Stärke von 15.000 Mann erreichen. Der Frieden werde aber dadurch bedroht, dass Tausende von Kämpfern der ehemaligen Bürgerkriegsparteien noch nicht entwaffnet wurden, schrieb Annan in einem zu Beginn dieses Monats vorgelegten Bericht. (APA/AP)