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Berlin - Der Manager von Harald Juhnke, Peter Wolf, hat mit Empörung auf Juhnke-Witze der Berliner Kabarettistin Desiree Nick reagiert. Wolf forderte am Donnerstag ein bundesweites Bühnen- und TV-Verbot für Nick, weil sie sich in ihrer Show in der Berliner "Bar jeder Vernunft" über die Demenzkrankheit älterer Menschen und speziell über Juhnke lustig gemacht habe. Nick hat erst vor kurzem einen Monate langen Rechtsstreit mit Schauspierin Anouschka Renzi hinter sich gebracht, über die (bzw. deren angebliche Schönheitsoperationen) sie sich lustig gemacht hatte. In der deutschen Boulevard-Presse war das Thema monatelang als "Zickenkrieg" am Kochen gehalten worden.

"Die Freiheit des Kabaretts rechtfertigt nicht menschenverachtende Zoten über einen wehrlosen Demenzkranken", sagte Wolf. Er forderte die Kabarettistin auf, sich öffentlich für die "groben verbalen Entgleisungen" bei der Familie des Schauspielers zu entschuldigen.

Der Manager der Kabarettistin sagte, Nicks Show laufe bereits seit November vergangenen Jahres und sei eine ironische Auseinandersetzung mit dem Älterwerden. Dabei würden als Beispiele auch prominente Fälle erwähnt, neben Juhnke unter anderem auch Inge Meysel oder Uschi Glas. Auch sich selbst spare Nick dabei nicht aus. Niemand werde jedoch verächtlich gemacht, betonte der Manager. (APA/red)