Ihren insgesamt 111. Entbündelungsstandort in Österreich nahm am Freitag der größte österreichische alternative Telekomanbieter UTA in Eisenstadt in Betrieb. "Damit können wir rund 50 Prozent aller Privathaushalte und fast 60 Prozent aller heimischen Firmen direkt an unser Hochleistungsnetz anschließen und mit unseren Services versorgen", erklärte UTA-Vorstandsvorsitzender Günther Ofner anlässlich der Eröffnung.

Letzte Meile

Zuständig für die Steuerung und Qualitätssicherung des Netzes ist das Network Operation Center (NOC) der UTA, das ebenfalls in Eisenstadt angesiedelt ist und heuer das fünfjähriges Jubiläum feiert. Mittels Entbündelung ("Unbundling") wird von Mitbewerbern des Ex-Monopolisten Telekom Austria die sogenannte "letzte Meile" überwunden, sprich die Verbindung zwischen Ortswählamt und dem Telefonanschluss des Endverbrauchers, die sich im Regelfall im Besitz der Telekom befindet.

"Mit dem Direktanschluss ans UTA-eigene Netz haben unsere Kunden nun nur noch einen einzigen Ansprechpartner für alle Telekommunikations-Fragen und erhalten nur noch eine Rechnung", betonte Ofner.

Umsatz

Die UTA hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 einen starken Ergebnisanstieg bei einem leichten Umsatzrückgang verbucht. Heuer erwarte man eine weitere "signifikante Verbesserung" beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) und ein "niedriges einstelliges Umsatzwachstum", so das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2004. Ein positives Betriebsergebnis (EBIT) werde sich aber erst für 2005 ausgehen. Der Fokus liege heuer auf der weiteren Entbündelung von Geschäfts- und Privatkunden sowie auf Breitband-Internet. (APA)