Kribi - Die Präsidenten von fünf afrikanischen Staaten haben am Samstag ein Ölverladeterminal am Endpunkt der 3,7 Milliarden Dollar (3,1 Milliarden Euro) teuren Pipeline von Tschad nach Kamerun eingeweiht. Durch die mehr als tausend Kilometer lange Pipeline sollen künftig täglich bis zu 225.000 Barrel Öl von den Ölfeldern im Süden Tschads zum Verladeterminal Kribi an der Küste von Kamerun gepumpt werden.

Der bettelarme Sahel-Staat Tschad kann den Betreibern zufolge mit Einnahmen von bis zu zwei Milliarden Dollar jährlich rechnen, Kamerun stehen als Transitland jedes Jahr 500 Millionen Dollar zu. Die Pipeline wird betrieben von den US-Konzernen ExxonMobil und Chevron sowie von der malaysischen Firma Petronas.

Bei der Zeremonie in Kribi am Golf von Guinea versprachen die Präsidenten von Kamerun und Tschad, Paul Biya und Idriss Deby, gute Zusammenarbeit, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. Anwesend waren zudem die Präsidenten von Äquatorialguinea, Burkina Faso und der Zentralafrikanischen Republik. Tschad hatte seinen Ölkomplex bereits im vergangenen Oktober eingeweiht. Die Betreiber gehen davon aus, dass etwa 25 Jahre lang Öl durch die Pipeline fließen wird. (APA)