Rom - In Italien ist die Beteiligung an den Wahlen zum Europäischen Parlament (EP) am Sonntag nach Angaben des Innenministeriums um 12 Uhr bei 34,1 Prozent gelegen. 1999 hatten um 11 Uhr erst 13 Prozent ihre Stimme abgegeben. Damals wurde jedoch nur am Sonntag gewählt. In diesem Jahr waren allerdings zum ersten Mal überhaupt auch an einem Samstag die Wahllokale geöffnet. Die Wahlbeteiligung lag an diesem Tag bei 20,4 Prozent. Laut Umfragen könnte die Partei Forza Italia von Ministerpräsident Silvio Berlusconi Stimmeneinbußen erleiden.Appelle Unermüdlich appellierten die italienischen Politiker, sich am Urnengang zu beteiligen. Vor allem die Parteien der Regierungskoalition befürchten, dass sich eine niedrige Wahlbeteiligung für sie negativ auswirken könnte. Per SMS wurden Millionen Italiener an die Europa- und an die zeitgleich stattfindenden Kommunalwahlen erinnert. Damit solle die Wahlbeteiligung gesteigert und eine bessere Verteilung der Wähler auf die beiden Abstimmungstage erreicht werden, begründete die Regierung ihre Handy-Nachricht, in der die Öffnungszeiten der Wahllokale und die nötigen Dokumente für die Abstimmung angeführt sind. Die Opposition sprach hingegen von einem politischen Schachzug. Die Regierung versuche lediglich, unter einem Vorwand Stimmen zu gewinnen. (APA)