Preßburg/Brüssel/Wien - Die Slowakei hat bei der EU-Wahl einen Negativrekord erzielt. Die Wahlbeteiligung lag lediglich bei 16,5 Prozent, wie das Statistische Amt am Sonntag in der Früh bekannt gab. Nur 550.000 der 3,4 Millionen Wahlberechtigten gingen zu den Urnen. Als Wahlsieger trat nach der Auszählung von 44 Wahlkreisen die Partei Smer des Populisten Robert Fico hervor. Sie kam vorläufig auf 16,6 Prozent der Stimmen, gefolgt von den eher euroskeptischen Christdemokraten KDH mit 16,3 Prozent, wie das Statistikamt und das EU-Parlament im Internet bekannt gaben.Je drei Abgeordnete

Beinahe ebenso viele Wählerstimmen wie die oppositionelle Bewegung für eine Demokratische Slowakei HZDS von Ex-Premier Vladimir Meciar (16,1 Prozent) erhielt die Partei des derzeitigen Regierungschefs, Mikulas Dzurinda, die Slowakische Demokratische und Christliche Union (SDKU) (16 Prozent). Alle vier Parteien, also Smer, KDH, HZDS und SDKU, werden je drei Abgeordnete ins EU-Parlament entsenden können.

Für die Slowakei sind 14 Parlamentssitze reserviert. Die restlichen zwei Mandate werden voraussichtlich an die Partei der Ungarischen Koalition (SMK) gehen, die auf 15,9 Prozent kam. 17 Parteien und Wahlgruppierungen waren bei der Abstimmung in der Slowakei angetreten.

Die Regierungsparteien KDH, SDKU und SMK gehören der Europäischen Volkspartei (EVP) an. Smer wiederum verstärkt die Sozialdemokratische Fraktion (SPE). (APA)