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Freude in der SPÖ-Zentrale.

Foto: REUTERS/Herwig Prammer
Wien - Einen "großen Erfolg für die SPÖ" sieht der Spitzenkandidat der SPÖ für die EU-Wahlen, Hannes Swoboda, nach Bekanntwerden der ersten Hochrechungen. Swoboda betonte, dass die von Landeshauptmann Haider angezettelte und von Kanzler Schüssel unterstützte "Schmuddelkampagne gegen ihn persönlich" nicht für ihn, sondern für jene Gruppierungen, die diese Kampagne geführt haben, "kläglich" ausgegangen sei.

Dank

Swoboda dankte allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen und die Zustimmung. Er respektiere auch das Ergebnis für Hans-Peter Martin, zeigte sich aber zuversichtlich, dass viele WählerInnen das nächste Mal wieder der SPÖ ihre Stimme geben werden, da die SPÖ deutlich gesagt habe, "kein Euro ohne Beleg, kein Beleg ohne Kontrolle" und die SPÖ sich an den "Pakt für Transparenz und Sauberkeit" halten werden.

Gusenbauer: Sensationell

Sensationell sei das Wahlergebnis der Europawahl für die SPÖ, freute sich SP-Chef Alfred Gusenbauer. Angesichts der schwierigen Ausgangslage durch das Antreten von Hans-Peter Martin und der Verleumdungskampagnen von FPÖ und ÖVP sei der Platz für die SPÖ ein besonderer Erfolg, meinte Gusenbauer. Auch die Strategie mit der Denkzettelwahl für die Regierungsparteien ist für Gusenbauer voll aufgegangen. FPÖ und ÖVP hätten zusammen nur mehr weniger als 40 Prozent der Stimmen, freut sich der SPÖ-Chef. Der Erfolg der Liste HPM sei ein Zeichen dafür, dass die Menschen Spesenrittertum und Missbrauch in der EU skeptisch gegenüberstehen. Die SPÖ habe aber mit ihrem Pakt für Transparenz und Sauberkeit, "der nicht nur vor, sondern auch nach der Wahl gilt", gezeigt, in welche Richtung es gehen muss. Die Sozialdemokratie werde jedenfalls "ein Musterbeispiel an Transparenz abgeben", versprach Gusenbauer. (APA/red)