Budapest - Die EU-Wahl in Ungarn hat mit einem Sieg der rechtskonservativen Oppositionspartei Fidesz-Ungarischer Bürgerverband geendet. Laut dem vorläufigen Endergebnis nach Auszählung von 99,8 Prozent der Stimmen erhielt die Partei von Ex-Premier Viktor Orban 47,41 Prozent der Stimmen und konnte damit zwölf der 24 ungarischen EU-Parlamentsmandate auf sich vereinigen. Die regierenden Sozialisten (MSZP) bekamen 34,31 Prozent und damit neun Mandate. Die Wahlbeteiligung lag unter den acht Millionen wahlberechtigten Bürgern allerdings bei nur 38,47 Prozent. Die mitregierenden liberalen Freidemokraten (SZDSZ), die bei den Parlamentswahlen 2002 nur knapp die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten konnte, fuhren mit 7,72 Prozent ein überdurchschnittliches Ergebnis ein und erhalten zwei Mandate. Entgegen ersten Exit-Polls gelang der kleineren Oppositionspartei, dem Demokratenforum (MDF), der Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und mit 5,33 Prozent der Stimmen die Entsendung eines Mandatars ins EU-Parlament. Damit sind alle ungarischen Parlamentsparteien in Straßburg vertreten. (APA)