Brüssel/Luxemburg - Die irische EU-Ratspräsidentschaft hat in ihrem Entwurf für eine Präambel der europäischen Verfassung auf einen Gottesbezug verzichtet. Für die von mehreren EU-Staaten gewünschte ausdrückliche Erwähnung des christlichen Erbes zeichne sich keine Mehrheit ab, teilte die Ratspräsidentschaft am Sonntag anlässlich der Vorlage des Präambel-Entwurfs mit. Der Text nimmt lediglich Bezug auf das "kulturelle, religiöse und humanistische Erbe" Europas; er weicht nur unwesentlich von dem Entwurf ab, den der EU-Verfassungskonvent unter Leitung des früheren französischen Präsidenten Valery Giscard d'Estaing ausgearbeitet hat. Die irische Regierung zählt zu den Befürwortern eines Gottesbezugs. Außenminister bereiten Verfassungsgipfel vor In Luxemburg kommen heute die Außenminister der 25 EU-Staaten zusammen. Sie wollen insbesondere das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in der zweiten Wochenhälfte in Brüssel vorbereiten. Wichtigstes Thema ist die geplante EU-Verfassung. Am Tag nach der ersten Wahl eines gemeinsamen Parlaments nach der EU-Erweiterung werden sich die Minister auch mit einer Analyse des Wahlergebnisses befassen. (APA)