Rom - Die Parteien der oppositionellen Mitte-Links-Allianz haben bei den Kommunalwahlen in Italien und den Regionalwahlen auf Sardinien gut abgeschnitten. Der Kandidat der oppositionellen Mitte-Links-Allianz, der Chef des italienischen Telekom-Konzerns Tiscali, Renato Soru, rückt zum neuen Präsidenten Sardiniens auf. Er besiegte den scheidenden Präsidenten der Region, Mauro Pili, der von der Mitte-Rechts-Allianz von Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi unterstützt wurde. "Wieder die Linke an der Macht"

In den größten Städten, in denen an diesem Wochenende zur Erneuerung der Gemeinderäte gewählt wurde, ist die Mitte-Links-Allianz vorn im Rennen. Der Kandidat der Mitte-Links-Allianz in Bologna, der Ex-Gewerkschaftschef Sergio Cofferati, schaffte beim ersten Durchgang die Wahl zum Bürgermeister. Er setzte sich gegen das scheidende Stadtoberhaupt, Giorgio Guazzaloca, Kandidat des Berlusconi-Blocks, durch. "In Bologna ist nach vier Jahren unter der Herrschaft des Berlusconi-Bündnisses wieder die Linke an der Macht", feierten Cofferatis Anhänger. Die Stadt Bologna galt bis vor Guazzalocas Sieg vor fünf Jahren als Hochburg der Linken.

In Florenz eroberte der scheidende Bürgermeister und Spitzenpolitiker der Linken, Leonardo Dominici, Platz Eins. Er wird jedoch in zwei Wochen an der Stichwahl gegen seinen Rivalen der Mitte-Rechts-Allianz, Domenico Valentino, teilnehmen müssen, da er beim ersten Wahldurchgang nicht die notwendige absolute Stimmenmehrheit erhielt. Enttäuschendes Ergebnis auch in Mailand

Enttäuschend erwies sich das Ergebnis für das Berlusconi-Bündnis auch in der Provinz Mailand. Die von Berlusconi unterstützte Kandidatin, die Präsidentin der Provinz Ombretta Colli, musste sich im Kampf gegen den Vertreter der Linken, Filippo Penati, mit Platz Zwei begnügen. Die Stichwahl ist in zwei Wochen geplant.

36 Millionen Italiener waren an diesem Wochenende zu den Kommunalwahlen aufgerufen. Gewählt wurde in 50 Prozent der italienischen Gemeinden und in 63 der insgesamt 106 italienischen Provinzen. (APA)