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Wien - Die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser ist massiv gestiegen: In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden laut Bundeskriminalamt (BK) österreichweit 5.245 derartige Delikte bekannt, um 41 Prozent mehr als von Jänner bis Mai 2003. Anlässlich der bevorstehenden Urlaubssaison raten die Experten zu Präventivmaßnahmen.

Von Jänner bis Mai wurden lediglich 578 Einbruchsdiebstähle geklärt. Die Zahl der Einbrüche in nicht ständig genutzte Wohnobjekte, wie es in der Fachsprache heißt - also zum Beispiel Wochenendhäuser -, ist in diesem Zeitraum leicht gesunken, und zwar von 1.350 auf 1.296. Geklärt wurden 466.

Mehrheit sind Gelegenheitstäter

Mehr als ein Drittel dieser Einbrüche blieb laut BK im Versuchsstadium stecken - nicht zuletzt wegen präventiver Vorkehrungen. Die Mehrzahl der Einbrüche werde nämlich nicht von Profis mit schwerem Werkzeug verübt, sondern von Gelegenheitstätern. Fenster und Türen würden überwiegend mit simplen Werkzeugen aufgehebelt, Zylinderschlösser vor allem abgedreht oder abgebrochen. Daher seien einfache mechanische Zusatzsperren und -sicherungen meist ausreichend, um diesen Tätern das Handwerk zu legen. Bei Fenstern, Balkon- und Terrassentüren erhöhen versperrbare Griffe, Gitter, Spezialfenster und Rollläden-Sicherungen den Schutz.

Der beste Einbruchsschutz nützt nichts, wenn Haus- oder Wohnungsschlüssel unter dem Fußabstreifer deponiert werden. Hausbesitzern raten die Fachleute des Bundeskriminalamts, während ihrer Abwesenheit Mülltonnen, Gartenmöbel oder Leitern, die als Aufstiegshilfen verwendet werden könnten, unbedingt wegzuschließen. Eine weitere Maßnahme, die sich ohne großen Aufwand realisieren lässt: Die Nachbarn zu bitten, den Briefkasten zu leeren und Jalousien zu öffnen. Das lässt die Wohnung benützt erscheinen und mindert das Interesse potenzieller Einbrecher. (APA)