Wien - Angesprochen auf die jüngsten Entwicklungen in der FPÖ meinte Fritz Plasser vom Fessel-GfK-Institut, Politiker wie der Wiener FP-Chef Heinz-Christian Strache, der Volksanwalt Ewald Stadler oder der Drittgereihte der EU-Liste, Andreas Mölzer, würden sich nur auf das nationale Element besinnen und hoffen, damit an frühere Erfolge der FPÖ anzuknüpfen. Ob das der richtige Weg sei, sei aber fraglich, denn man müsse sich auch ansehen, ob die Nachfrage nach so einer Politik gegeben sei.Auftritte in Diskotheken Plasser gab in einer Pressekonferenz zu bedenken, dass sich der Ex-FPÖ-Chef und heutige Landeshauptmann Kärntens, Jörg Haider, immer auf drei Punkte gestützt habe: das nationale Element, Protest und eine radikale Modernisierungsbereitschaft. Zweiteres etwa habe sich in Reden am Viktor Adler-Markt niedergeschlagen, die Haider einen enormen Zuspruch brachten. Charakteristisch für die Modernisierung seien vor allem in den neunziger Jahren Auftritte in Diskotheken gewesen - das habe den Freiheitlichen viele junge Wähler gebracht. Im Vergleich dazu sei die Zahl der (Deutsch)-Nationalen in Österreich statistisch kaum mehr erfassbar und würde sich nur mehr auf die Kreise der Korporierten, der schlagenden Burschenschafter und Sängerbünde beschränken. (APA)