Kairo - Ein algerische Terroristengruppe hat damit gedroht, in Algerien lebende, nicht-moslemische Ausländer zu töten. Das geht aus einer Erklärung der "Salafistischen Gruppe für Predigt und Kampf" (GSPC) hervor, die der arabische Nachrichtensender Al Jazeera am Montag veröffentlichte. Auch die Vertretungen westlicher Unternehmen in dem nordafrikanischen Land seien mögliche Anschlagsziele. Mit dieser neuen Strategie wolle die Gruppe den "amerikanisch-zionistischen Imperialismus" treffen, hieß es in dem Schreiben weiter.

Die Salafisten-Gruppe kämpft mit gewalttätigen Methoden für die Errichtung eines "islamischen Staates" in Algerien. Die Vereinigung wird von den USA seit März 2002 offiziell als Terroristenorganisation eingestuft und wurde öffentlich bekannt, als sie vor einem Jahr 32 Sahara-Touristen entführte.

Die neue Drohung der Salafisten folgt einer seit dem vergangenen Jahr von islamistischen Extremisten in Saudiarabien praktizierten neuen Terror-Strategie. Demnach gelten auch westliche Zivilisten als legitime Ziele für Anschläge. (APA/dpa)