London - Großbritanniens Premierminister Tony Blair sieht auch nach seiner jüngsten Wahlschlappe keine Fehler in seiner Irak-Politik. "Der Premierminister wird sich nicht für den Irak-Krieg entschuldigen, weil er der Meinung ist, dass der Krieg im Irak richtig war und ist", sagte Blairs Sprecher am Montag in London.

Trotz der Probleme im Land, die sich etwa an der Tötung zweier Briten bei einem Anschlag in der Früh in Bagdad gezeigt hätten, habe sich die Situation im Irak gebessert, da das Volk seine Zukunft selbst bestimmen dürfe. Zwei Briten waren Montag früh bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Hauptstadt ums Leben gekommen. Unter den insgesamt mindestens zwölf Todesopfern befanden sich auch ein Franzose und ein US-Bürger.

Die Labour-Partei fiel bei der Europawahl im Vergleich zu 1999 um sechs Prozentpunkte auf 22 Prozent der Stimmen zurück. Es handelte sich um das schlechteste Wahlergebnis der britischen Arbeiterpartei auf nationaler Ebene seit ihrer Gründung 1918. Auch bei den gleichzeitig abgehaltenen Kommunalwahlen erlitt Labour eine Niederlage. (APA)