Frankfurt/Main - Als das Stück Reigen von Arthur Schnitzler im Jahr 1920 in Berlin seine Uraufführung erlebte, wurde die freimütige Erotik der darin gezeichneten Paare weithin als skandalös empfunden, und in den Wiener Kammerspielen brachen sogar Saalschlachten aus. Unlängst wurde in der Schweizer Bibliotheca Bodmeriana in Cologny die erste handschriftliche Fassung des Textes entdeckt, die der S. Fischer Verlag jetzt erstmals in Buchform vorlegt, ergänzt um einen fast 100-seitigen einführenden Text der Schnitzler-Kennerin Gabriella Rovagnati. (APA/DER STANDARD, Printausgabe, 15.6.2004)