Sao Paulo - Die Vereinten Nationen wollen nach den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan ihr Engagement im Irak nur dann fortsetzen, wenn die Sicherheitslage dies zulässt. "Wenn die Sicherheitsbedingungen es erlauben, haben wir die Absicht, unsere Bemühungen fortzusetzen, dem irakischen Volk zu helfen", erklärte Annan am Montag am Rande der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung in der brasilianischen Stadt Sao Paulo. Es hänge von der Lage nach dem für Ende Juni geplanten Machttransfer an die irakische Übergangsregierung ab. Die Sicherheitslage im Irak müsse sich "verbessern", betonte Annan.

Sicherheit sei eine "Schlüsselfrage des Fortschritts" im Irak und nicht nur für die geplanten Wahlen von Bedeutung, sondern auch für den "Wiederaufbau" und das "tägliche Leben" der Iraker. Die Rolle der UNO sei es, den "Dialog zu erleichtern"; dabei seien "internationale Lösungen heute notwendiger denn je".

Bei einem Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August des vergangenen Jahres waren 22 Menschen getötet worden, unter ihnen der UN-Sondergesandte für den Irak, Sergio Vieira de Mello. Nach dem Anschlag hatte Annan UN-Personal aus dem Irak abgezogen. Derzeit ist die UNO wieder mit einem Beraterteam für die Organisation freier Wahlen dort.(APA)