Brüssel - Die flämische rechts-außen Partei Vlaams Blok sieht nach der Wahl von Andreas Mölzer zum FPÖ-Europaabgeordneten gute Chancen auf Bildung einer rechten Fraktion im EU-Parlament. "Wir bemühen uns, eine Gruppe zu formen. Ich hoffe, es gelingt uns" bis zur Eröffnungssitzung des EU-Parlaments im Juli, sagte Parteichef Filip Dewinter am Dienstag auf Anfrage der APA.

Den Kern der neuen Fraktion sollten nach Ansicht Dewinters neben dem Vlaams Blok (3 EU-Abgeordnete) und der FPÖ (1) noch die französische Front National (7) und die italienische Lega Nord (4) bilden. Da zu einer Fraktionsbildung künftig mindestens 19 Parlamentarier aus fünf Ländern nötig sind, würde der Gruppe, sollte sie so zustande kommen, nur mehr eine Partei mit vier Mitgliedern aus einem anderen EU-Land fehlen.

"Guter Freund Mölzer"

Dewinter betonte sein gutes persönliches Verhältnis zu Mölzer: "Ich freue mich sehr, dass mein guter Freund Andreas Mölzer ins Europaparlament eingezogen ist." Er habe Mölzer mehrmals in Kärnten besucht und sei von diesem bei sich daheim besucht worden. Es habe aber in den vergangenen Jahren regelmäßig Kontakte zur FPÖ gegeben, nicht nur zu Mölzer.

Während Mölzer keine Berührungsängste mit dem Vlaams Blok hat, haben die früheren Delegationsleiterinnen der FPÖ im EU-Parlament, Daniela Raschhofer und davor Susanne Riess-Passer, eine Zusammenarbeit mit der in Belgien politisch geächteten Gruppierung strikt abgelehnt. Der Vlaams Blok hat am Sonntag bei den Regionalwahlen im flämischen Landesteil Belgiens 24 Prozent der Stimmen erhalten. (APA)