Wien - Einen Spielplanentwurf für ihre Abschiedssaison 2004/05 hat die Direktorin des Volkstheater Wien, Emmy Werner, bekannt gegeben - nähere Details sollen bei einem Pressegespräch im September veröffentlicht werden. Dabei soll der derzeit rekonvaleszente kaufmännische Direktor Rainer Moritz auch die laut Aussendung "finanziell besonders erfolgreiche vergangene Spielzeit" kommentieren. Die kommende Saison soll in besonderem Maße den "Heldinnen" gewidmet sein. Eröffnet wird mit "Penthesilea".

Programmpunkte

Alexander Kubelka inszeniert am 5. September die Eröffnungsproduktion "Penthesilea", Andrea Eckert spielt die Titelrolle. Ab 6. September wird die "Theater in den Bezirken"-Produktion "Miami Murder Show" von Lida Winiewicz im Haupthaus gezeigt, ab 15. September Bernhards "Theatermacher" in der Helmut Wiesner-Inszenierung der Festspiele Reichenau aus dem Vorjahr (mit Wolfgang Hübsch als Bruscon). Am 10. Oktober hat Ariane Mnouchkines "Mephisto" Premiere, Torsten Fischer inszeniert mit Martin Reinke, Nicole Heesters u.v.a.. Am 7. November kommt die Operette "Der Schweissfuss" von Konrad Bayer und Gerhard Rühm zur Uraufführung. Michael Wallner besorgt Inszenierung und Bühne, Alexander Kukelka die musikalische Einrichtung.

Für Dezember ist Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" angekündigt (Inszenierung: Margit Mezgolich, mit Birgit Doll und Karl Markovics, für Jänner 2005 ist "ein großes Schauspiel über eine große Frauenfigur" in Planung. Am 27. Februar 2005 bringt Georg Schmiedleitner Wolfgang Bauers "Change" heraus (mit Erwin Steinhauer, Toni Böhm und Anna Franziska Srna).

Für März 2005 ist eine Dramatisierung von Ingeborg Bachmanns "Malina" angekündigt, für Mai die Uraufführung eines "Bilderbogens aus Dramoletten wesentlicher österreichischer AutorInnen zum Gedenkjahr 2005" mit dem Arbeitstitel "Es geht um Österreich". Die Saison beschließt im Mai "eine Komödie mit Musik zum Happy End - als Abschiedsgeschenk für SchauspielerInnen und das Publikum" sowie im Juni die Uraufführung eines Auftragsstückes eines österreichischen Autors respektive Autorin.

Nebenspielstätten

Für die Nebenspielstätten plafond, spielbar und Forum U3 sind Ur- und Erstaufführungen zeitgenössischer, vor allem österreichischer AutorInnen avisiert. Den Anfang macht die ursprünglich für diese Saison geplant gewesene Österreichische Erstaufführung von Eric-Emmanuel Schmitts "Enigma" im Oktober.(APA/red)