Genf - Die Vereinten Nationen wollen mit dem Aufbau von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Armut in den Entwicklungsländern verringern. Das sagte Marc Malloch Brown, Leiter des UNO-Entwicklungsprogramms (UNDP), am Dienstag in Genf. Die Millenniumsziele, die die Organisation zur Bekämpfung von Armut, Krankheit und Analphabetismus zu Beginn des neuen Jahrtausends verabschiedet habe, könnten sonst nicht erreicht werden. Nach dem jetzigen Stand könne Afrika die Halbierung der Armut erst 2047 statt wie geplant 2015 erreichen. Anlässlich der Veröffentlichung des UNDP-Jahresberichts betonte Brown, dass Wirtschaftswachstum mit einem Rückgang der Armut einhergehen müsse. In Asien würden zwar beeindruckende Wachstums- und Handelszahlen erreicht. Zugleich lebten jedoch zwei Drittel der Menschen, die pro Tag weniger als einen Dollar zur Verfügung hätten, auf diesem Kontinent. Kleine und mittlere Unternehmen könnten Arbeitsplätze schaffen und eine bessere Versorgung der Bevölkerung gewährleisten, so der UNDP-Chef. Im Übrigen kritisierte Brown, dass die Hilfsprojekte und Einsätze der UNO zu wenig koordiniert seien, um die Entwicklung voranzubringen. (APA/sda)