Der fehlerhafte Terrorismusbericht des US-Außenamts ist nach wie vor auf dessen Website abrufbar. Der demokratische Minderheitsführer im Senat, Tom Daschle, forderte am Dienstagabend (Ortszeit), das Ministerium müsse den Bericht aus dem Internet nehmen und sich dafür entschuldigen. Es ergebe keinen Sinn, dass der Bericht weiter zur Verfügung stehe, obwohl US-Außenminister Colin Powell selbst Fehler darin eingeräumt habe.

Das Außenamt erklärte auf seiner Website, die Statistiken für das Jahr 2003 würden derzeit erneut überprüft. Vorläufige Untersuchungsergebnisse deuteten an, dass die Zahl der Terroranschläge und ihrer Opfer weitaus höher seien als ursprünglich angegeben. "So bald wir dazu in der Lage sind, werden wir die korrekten Zahlen, eine überarbeitete Analyse und Berichtigungen veröffentlichen."

Der am 29. April veröffentlichte Bericht "Patterns of Global Terrorism" war fälschlicherweise zu dem Schluss gekommen, dass die Zahl der Anschläge weltweit mit 190 seit 1969 nicht mehr so niedrig gewesen sei. Die Regierung hatte diesen Trend als Erfolg der Anti-Terror-Politik von US-Präsident George W. Bush dargestellt. (APA)