Wien - 61 Prozent sehen nach einer Gallup-Umfrage die EU-Wahl als Denkzettel für die FPÖ. 53 Prozent meinen, dass der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) das Wahldebakel der Freiheitlichen persönlich zu verantworten habe, berichtet "News".

28 Prozent der 400 Befragten geben der derzeitigen FPÖ-Führung um Herbert Haupt und Ursula Haubner die Schuld an der Niederlage, nur 18 Prozent sehen im Spitzenkandidaten Hans Kronberger die Ursache für das schlechte Abschneiden.

Nur noch 18 Prozent wollen Haider an der Spitze

Auf die Frage, wer künftig an der Spitze der FPÖ stehen soll, votieren nur noch 18 Prozent für Haider. 23 Prozent sind für ein Weitermachen der bisher eher glücklosen Riege. Und 36 Prozent finden Andreas Mölzers Vorschlag, dass es einen Generationswechsel geben sollte, richtig.

Absturz auch bei Sonntagsfrage

Dramatisch für die FPÖ gestaltet sich laut "News" auch die Sonntagsfrage. So würden die Freiheitlichen auf sieben Prozent absinken (minus zwei Prozentpunkte gegenüber der Umfrage Ende März), die SPÖ käme auf 38 Prozent (minus 4), die ÖVP auf 35 (minus 1) und die Grünen auf 14 Prozent (plus 2). Hans-Peter Martin, der bei den EU-Wahlen auf Anhieb auf 14 Prozent gekommen ist, könnte bei Nationalratswahlen mit vier Prozent mit dem Einzug ins Hohe Haus rechnen.

Damit käme die schwarz-blaue Koalition auf keine Mehrheit mehr. Von den möglichen Varianten der Zusammenarbeit genießt die Große Koalition von rot und schwarz mit 35 Prozent wieder eine deutliche Präferenz. Mit Respektabstand folgt rot-grün mit einer Zustimmung von 20 Prozent. Die immer öfter im Gespräch stehende schwarz-grüne Koalition findet nur bei 13 Prozent der Befragten Zustimmung. (APA)