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Strache zum Parteivorsitz, den er nach eigenen Worten abgelehnt haben soll: "Ich habe beim Parteivorstand festgehalten, dass ich es mir zutraue, aber erst vor drei Monaten als Landesparteiobmann in Wien mit einer sehr klaren Mehrheit gewählt worden bin." (Bild: Der Wiener FPÖ-Chef im Rahmen der umstrittenen "Heldenehrung" am 8. Mai in Wien)

foto: apa/Oczeret
Wien - Der Wiener FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat den Bundes-Parteivorsitz abgelehnt - und zwar weil er sich auf Wien konzentrieren wolle, wie er im Gespräch mit der APA am Mittwoch betonte: "Ich habe beim Parteivorstand festgehalten, dass ich es mir zutraue, aber erst vor drei Monaten als Landesparteiobmann in Wien mit einer sehr klaren Mehrheit gewählt worden bin." Darüber, dass Jörg Haider nicht an die Parteispitze zurückkehren wollte, sei er "schon enttäuscht", betonte Strache.

"Gestern war der Tag der offenen Worte"

Er hob jedoch hervor, dass das Votum für Ursula Haubner einstimmig ausgefallen sei. Das sei ein Auftrag an die designierte Parteichefin, eine neue inhaltliche Kursrichtung zu erarbeiten. "Gestern war der Tag der offenen Worte, es wurde Klartext geredet", berichtete der Wiener FP-Chef. Es sei nun die letzte Chance für die FPÖ, in der Bundesregierung Profil zu zeigen.

Haider erfüllt den Wunsch aller nicht

"Wir müssen wieder daran gehen, uns für Themen einzusetzen, die den Menschen am Herzen liegen", betonte der Wiener FP-Politiker - der die Bereiche Sicherheit und "soziale Entlastung" hervorhob.

Dass er für eine Rückkehr Jörg Haiders plädiert habe, sei kein Geheimnis: "Und das ist auch der Wunsch aller Mitglieder im Parteivorstand gewesen. Aber er hat leider abgelehnt." (APA)