Stanford - Jedes Unternehmen, das von Windows NT auf Windows 2000 wechselt, muss mit "tausenden Dollar an zusätzlichen Lizenzgebühren" rechnen, sagt Michael Gartenberg, der die Software-Branche für die renommierte IT-Unternehmensberatung Gartner Group Inc, Stanford, beobachtet. Wie das Fachmagazin "Information Week" in seiner Online-Ausgabe berichtet, warnt die Gartner Group vor einer teuren Lizenzprüfung, die sich im neuen Betriebssystem der Microsoft Corp, Redmont, verbirgt. In der Server-Version von Windows 2000 sollen heimliche Lizenzgebühren stecken, die der Benutzer nicht auf den ersten Blick erkennen kann. Die Gebühren seien in der "Client Access Licence" versteckt. So heiße die Funktion, die die Verbindung zwischen dem Server und den an den Hauptrechner angebundenen PC-Arbeitsplätzen (Clients) herstellt. Die Nutzung der neuen Funktionen von Windows 2000 wie etwa der "Active Directories" werde erst zugelassen, wenn die Bezahlung der Lizenzgebühren für die Clients sichergestellt sei. 999 Dollar (1.013 Euro/13.946 S) koste die Freigabe pro PC, der am Server angemeldet wird. Ohne "Client Access Licence" blieben die Funktionen von Windows 2000 faktisch auf die des älteren Betriebssystems Windows NT beschränkt. Die Client-Version von Windows 2000 koste 319 Dollar pro PC. Durch die Beschränkung des Server-Zugangs werde dieser Preis auf mehr als das Vierfache angehoben, ohne dass dies auf den ersten Blick erkennbar wäre, betonte Gartenberg gegenüber der Online-Ausgabe von "Information Week".(APA/vwd)