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Die "Bollywood-Kontroverse"

Foto: APA/EPA/SANJEEV GUPTA
New Delhi - Indische Polizisten haben eine neue Aufgabe: Sie schützen Kinos vor den Ausschreitungen radikaler Hindus. Bereits zwei Lichtspielhäuser in Bombay wurden bei Demonstrationen verwüstet, Fenster zertrümmert und Filmposter verbrannt. Der Auslöser ist "Girlfriend", einer der ersten Filme der Bollywood-Studios, der eine Liebesbeziehung zwischen zwei Frauen porträtiert. Die Aktivisten der Shiv-Sena-Partei stoßen sich an der wohl freizügigsten lesbischen Liebesszene des zensurfreudigen indischen Kinos: Sie sei gegen die indische Kultur. Frauenorganisationen hingegen sprechen von Pornografie: Der Film stecke voller homophober Klischees. (DER STANDARD, Printausgabe, 17.6.2004)