Bild nicht mehr verfügbar.

Russlands Präsident Putin ist sich mit Chinas Staatschef Hu Jintao und den Präsidenten von Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisien sowie Usbekistan einig über eine stärkere Zusammenarbeit in Zentralasien.

Foto: APA/AP Photo/Alexander Zemlianichenko
Taschkent - Russland, China und die zentralasiatischen Staaten bauen ihre Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus aus. Die Präsidenten der Mitgliedsländer der Shanghaier Kooperation (SCO) eröffneten am Donnerstag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent ein Koordinierungsbüro für den Kampf gegen den Terror. Auch gemeinsame Übungen von Polizei und Geheimdiensten der sechs Staaten wurden vereinbart.

Putin fordert Sicherheitsgürtel um Afghanistan

Der russische Präsident Wladimir Putin forderte "Sicherheitsgürtel zur Abwehr des Drogenhandels um Afghanistan". Die SCO könne einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Lage in Afghanistan leisten, sagte er in Anwesenheit des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai. Ein Großteil afghanischer Drogen wird durch Zentralasien nach Russland und Westeuropa geschmuggelt.

China und seine Nachbarn in der früheren Sowjetunion, Russland, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisien sowie Usbekistan, hatten 1996 eine Zusammenarbeit vereinbart und 2001 offiziell die SCO gegründet. In allen Ländern der Region sind islamische Extremisten aktiv, die auch in Kontakt mit internationalen Terrornetzwerken wie El Kaida stehen.

Zuletzt hatten Ende März mutmaßliche Fundamentalisten in Usbekistan einen Aufstandsversuch gegen den autoritär regierenden Präsidenten Islam Karimow unternommen. Russland baut zur Sicherung seiner Südflanke gegen Terroristen Militärbasen in Kirgisien und Tadschikistan auf. (APA/dpa)