Jerusalem - Albert Einstein steht nicht auf dem Speisezettel der Nagekäfer, die sich in den vergangenen Monaten durch den Bestand der Jerusalemer Nationalbibliothek gefressen haben. Die Briefe des großen Physikers haben die gefürchteten Insekten nämlich verschont, wie die Bibliothek am Donnerstag mitteilte. Auch moderne Bücher, deren Seiten mit Pestiziden behandelt sind, meiden die Tiere, die vermutlich vor einigen Jahren mit einer Lieferung aus den USA oder Europa eingeschleppt wurden. Dass Einsteins Briefe und Aufzeichnungen unversehrt geblieben sind, hat aber wahrscheinlich nichts mit dem ausgewählten Geschmack der Nagekäfer zu tun. Die Papiere aus seinem Nachlass werden ebenso wie Schriften anderer Philosophen in einer besonderen Abteilung aufbewahrt, wie die Vizedirektorin der Bibliothek, Rosalind Duke, mitteilte. Ein weiterer Trost: Auch alle seltenen oder wertvollen Bücher haben die Käferinvasion bisher ohne Schaden überstanden. (APA/AP)