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Seit 1849 besteht die Grazer Sektkellerei Kleinoscheg. Auf der Getränkekarte des Betriebes stehen so verlockende Angebote wie Derby Brut, Mozart-Sekt, Cuvée 1883 Kaiser Franz Josef, Steirischer Schilchersekt, Herzogmantel, Steiermark Brut und Cuvée Bleue/Cuvée Noire. Jetzt ist es fraglich, wie lange noch steirische Sektkorken knallen.

Der ehemalige k. u. k. Hoflieferant hat offenbar zwei Weltkriege überstanden - nicht jedoch die EU. Am 8. Juni wurde über die Brüder Kleinoscheg Gesellschaft m.b.H.(26 S 49/04g, LG für ZRS Graz) in Graz-Gösting der Konkurs eröffnet, Anmeldungsfrist für Forderungen ist der 20. Juli. Kleinoscheg-Geschäftsführer Gerhard Wurzinger sieht das traditionsreiche Haus als Globalisierungsopfer. Laut KSV liegt "das Problem bei der Produktion sowie dem Vertrieb von Schaumweinen (...) darin, dass derzeit der Markt durch Billigprodukte aus anderen Mitgliedstaaten der europäischen Union beherrscht wird". Das Unternehmen ist nach eigener Berechnung mit 583.000 Euro überschuldet, die Hauptlast sind Bankverbindlichkeiten.

Wer an das Hamam, das orientalische Dampfbad in der noblen "Aux Gazelles" Freizeitbetriebsgesellschaft m.b.H. (36 Sa 2/04p, HG Wien) der Christine Ruckendorfer, Forderungen hat, sollte sich bis 23. Juni melden. (Der Standard, Printausgabe, 18.06.2004)