Washington - Die Demokraten im US-Senat haben vergeblich versucht, Einblick in Regierungsunterlagen zu erzwingen, die laut Medienberichten im Anti-Terror-Kampf bestimmte Formen der Folter erlauben. Der Senats-Justizausschuss lehnte am Donnerstag eine Abstimmung über einen Antrag der Demokraten ab, mit dem Justizminister John Ashcroft zur Freigabe der Unterlagen verpflichtet werden sollte. Der demokratische Senator Patrick Leahy kritisierte, freiwillig würde Ashcroft das fragliche Memorandum niemals freigeben. "Wenn Unterlagen geheimgehalten werden, ist das ein Zeichen dafür, dass man etwas zu verbergen versucht", sagte Leahy. Anfrage Das Dokument war im August 2002 vom US-Justizministerium erstellt worden. Es war die Antwort auf eine Anfrage des Geheimdienstes CIA nach Handlungsanweisungen für Verhöre von Gefangenen. In der vergangenen Woche hatte Ashcroft das Dokument als interne Unterlage bezeichnet und sich geweigert, dem Kongress eine Kopie zu überlassen. Laut "Washington Post" kommt das 56 Seiten lange Memorandum zu dem Schluss, dass die internationalen Gesetze gegen die Folter "verfassungswidrig sein können, wenn sie sich auf Vernehmungen beziehen", die im Rahmen des Anti-Terror-Kampfes geführt werden. (APA)